Daniel Knorr
*1968 in Bukarest, Rumänien
lebt und arbeitet in Berlin
In seinen Arbeiten sucht Daniel Knorr nach sich direkt vermittelnden und zugleich oft provisorisch anmutenden, klaren künstlerischen Setzungen. Aus den Gegebenheiten des öffentlichen Raums, in dem er seine Werke entwickelt, sind diese gekennzeichnet durch das Hinterfragen von uns umgebenden sozialen Systemen. In seinem Beitrag für Produktion. Made in Germany Drei verbindet sich zum einen seine Arbeit Depression Elevation – United Nation Sunrise (2016) mit zwei weiteren, eigens für die Ausstellung geschaffenen Werken; Bodenabgüsse aus Athen und dem Expo-Plaza in Hannover eröffnen ein Beziehungsnetz zwischen spezifischen Orten, die auf Handel und Wirtschaft sowie jüngste politische Zerwürfnisse verweisen. In auffallender Farbigkeit kennzeichnen die von Knorr dem Ort entnommenen Signets einen mit der Geschichte verbundenen Untergrund als gesellschaftliches Konstrukt nationaler Identität. Zum anderen platziert Knorr seine immer wiederkehrende Skulptur des Bonhomme (2017) in Sichtweite der Kestner Gesellschaft. Als Metapher der Vergänglichkeit, den Zyklus unseres Lebens und den Wechsel der Jahreszeiten versteht Knorr den aus Steinen errichteten Schneemann als monumentales Mahnmal des Klimawandels.