Arbeiten seit 2010 temporär zusammen.

Das Künstlerkollektiv Das Numen übersetzt das meteorologische Phänomen des Windes in einen ästhetischen Erfahrungsraum. Automatisierte und digital vernetzte Wetterstationen sind der Ausgangspunkt für die Installation Das Numen – Meatus (lat.: der Pfad). Die waagerecht von der Decke hängenden Orgelpfeifen – vier Labialpfeifen und eine Zungenpfeife – sind mit diesen Stationen verbunden.

Die Windgeschwindigkeit und -richtung von zwanzig Stationen an verschiedenen Punkten der Erde werden live aufgezeichnet und mittels einer Software in Impulse umgewandelt, die wiederum Ventile steuern, die kompri­mierte Luft – im Orgelbau Wind genannt – durch die Pfeifen strömen lassen und zum Klingen bringen. Je mehr Wind, desto mehr ertönen die Pfeifen. Der abstrakte Datenstrom – der Pfad – und das Wetter werden so zu einer hörba­ren Erfahrung, die den Besucher mit der Welt außerhalb des Museums ver­bindet. Die Künstler Julian Charrière, Andreas Greiner, Markus Hoffmann und Felix Kiessling bilden das seit den 2010er-Jahren in Berlin arbeitende Kollek­tiv. Sie haben im Institut für Raumexperimente von Olafur Eliasson studiert und arbeiten sowohl als Einzelkünstler wie temporär zusammen.