Geboren in Tiflis, GE, 1979. Lebt und arbeitet in Berlin.

Ketuta Alexi-Meskhishvilis Schaffen kann als eine konstante und konsequen­te Hinterfragung des Mediums Fotografie aufgefasst werden. Für die Arbeiten, die im Rahmen von Produktion. Made in Germany Drei entstanden sind, hat die Künstlerin unterschiedliche Schließmechanismen von Sicherheitsfirmen aufgenommen. Anstelle realer Vorbilder dient ihr im Internet gefundenes Wer­bematerial der Firmen als Vorlage, das sie von einem großen Computerbild­schirm abfotografiert. In einem ständigen Zirkel von Realität und Virtualität fotografiert sie mit einer Analogkamera die digitale Vorlage, um den Analog­abzug wiederum zu digitalisieren und zu reproduzieren. Dieses Spiel mit Bild und Abbild – und letztlich mit Sein und Schein – versinnbildlicht das fragwür­dige Ideal hermetischer Geschlossenheit. Dieser Eindruck wird allerdings unmittelbar durch ein gebrauchtes, bunt glänzendes Geschenkpapierband ironisch konterkariert, das schlaff von der Bildschirmkante herabhängt. Der mit Teppichboden ausgelegte Raum, beschwört zusätzlich etwas Beengen­des und Klaustrophobisches herauf.