Geboren in Warburg, 1982. Lebt und arbeitet in New York City.

Mit ihrem Projekt Die Kommenden (2017) hat Henke eine Installation für die Ausstellung entwickelt, die sich an der Architektur des Skulpturenhofes orientiert. Auf den vier Plattformen entfaltet Henke Gruppen von neuen und bereits existierenden Skulpturen aus selbstgezwirbelten Fiberglasseilen und Harz, die jeweils Entwicklungen ihrer künstlerischen Arbeit inszenieren. Die erste Gruppe ist von Kinderzeichnungen inspiriert und bezieht sich auf die von Rudolf Steiner angeführte Entwicklungstheorie des Siebenjahreszyklus. Die zweite Gruppe transformiert Teile der Ausstellung Yes, I’m pregnant, – Skulpturenmuseum Glaskasten Marl, 2014. Die neuen Arbeiten sind Abgüsse selbstgeformter Kopien einzelner Skulpturen dieser Arbeit, denen sie die Physiognomie ihrer Familienmitglieder eingearbeitet hat und als Protagonisten der Familienaufstellung nach Bert Hellinger präsentiert, einer Methode aus der Psychoanalyse. Auch die dritte Gruppe bezieht sich auf eine frühere Ausstellung Geburt und Familie, White Flag Projects in St. Louis, Missouri, 2014. Die Skulpturen der letzten Gruppe finden eine Referenz in den Kohlezeichnungen von Rudolf Steiner, die als Notate seiner Lehre zu begreifen sind. Die fragilen Skulpturen bilden so komplexe Bezüge, die künstlerische Identität aus Vergangenem und Gegenwärtigem konstruieren und weiterführen.