Geboren in Beverwijk, NL, 1969 Lebt und arbeitet in Berlin

Mit seinem konzeptionellen Œuvre und durch sein Wirken als Professor ist Willem de Rooij eine prägende Bezugsperson für eine junge Künstlergeneration. Im Foyer des Kunstvereins wird der Besucher von einem prachtvollen weißen Blumenarrangement aus zehn verschiedenen Blumensorten empfangen, das mit der Textilarbeit Blacks (2012) im nahe gelegenen Raum in Beziehung tritt. Die temporäre Skulptur Bouquet IX (2012) basiert auf einer detaillierten Beschreibung sowie einem Echtheitszertifikat und wird vor Ort von einem Floristen interpretiert, der jegliche Verfallserscheinungen verhindert. Neben Schönheit und Harmonie lässt das Verhältnis von Blume und floralem Gebilde übertragen auf Gesellschaft abstrakte Begriffe wie Individuum und Gemeinschaft assoziieren, die ebenfalls mit der Arbeit Blacks aufgeworfen werden. Die in Zusammenarbeit mit einer professionellen Handweberei aus einem 10-teiligen Faden mit verschiedenen Schwarznuancen hergestellte Arbeit wurde von der strukturellen Polarität (Kette/Schuss) des gewebten Stoffes inspiriert und legt das Bestreben zugrunde, Bedeutung wie Gleichheit und Differenz einzig aus dem Material heraus zu erzeugen. Während die differenzierten Farbwerte aus der Nähe sichtbar sind, verschmelzen sie aus der Ferne zu einer monochromen Fläche mit Tiefenwirkung.